Dialog 


03. April 2016, 17:52

Der vierte Tag

Heute, am Sonntag, hatten wir Ruhetag, Freizeit, Zeit zur freien Verfügung eben.
Vormittag bin ich erst in die hiesige Lutherkirche gegangen. Man muss sich ja so langsam mit dem Reformator gut stellen, wenn man 2017 den Extratag frei am Reformationstag in Anspruch nehmen möchte. Ich kann das nur allen Syrern und Bayern empfehlen, da mal drüber nachzudenken.
Die Predigt hat ein pensionierter Pfarrer übernommen, ein stattlicher, ehemaliger Bremer (2,​04 m) mit hanseatischer Geradlinigkeit, der seinen Wohnsitz jetzt hier im Frankenwald hat.
Nach dem Mittag habe ich noch eine 2,​5-stündige Wanderung unternommen und mir Blasen geholt. Das hat mich auch davon abgehalten wieder "´nüber zu machen". 500 m haben noch gefehlt bis zum ehemaligen Eisernen Vorhang.


02. April 2016, 20:09

Ba(l)d Ste(r)ben

Nach dem Mittagessen habe ich erstmal meine geliebte Süddeutsche gelesen. Mein Freitag/​Samstag-Abo habe ich für die Zeit der Kur hierher umgeleitet.
Den Rest des Tages und bis zum Montagmorgen haben wir zur freien Verfügung. Ich wollte MTB fahren, kam aber nur 300 m weit, dann rutschte die Kette durch, riß und beschädigte den Umwerfer, so dass er kaputt ist und getaucht werden muss. Mein erster Gedanke war, das Rad am Montag in eine Werkstatt zu bringen.
Für alle Schweinchen Schlau, die sagen, warum ist er nicht einfach in ein Radgeschäft gefahren und hat sich die Teile gleich geholt, denen muss ich mit dem geotenen Respekt sagen: "Guck doch einfach mal auf die Karte, Du Schlaumeier, wo das Kaff liegt. Da fährst Du locker 1,​5 h bis zum nächsten Radgeschäft, das Samstagnachmittag auf haben könnte!​"
Na jedenfalls habe ich alles beim Roseversand bestellt und ich sollte es Mittwoch nach dem Mittagessen montieren können. Hoffentlich kann ich danach an dem freien Nachmittag gleich noch eine Runde fahren.
Ja noch kurz zum Titel dieses Eintrages. Viele der Siemenskollegen denken, dass das beliebte Wortspiel in Anspielung auf das Alter der übrigen Kurgäste und die Lage des Ortes bezieht. Aber wahrscheinlicher ist, dass es auf den eigenen Fitnesszustand der Siemensianer bezogen ist.
Zur Lage des Ortes muss man sagen, etwas abgelegen ist er schon, aber in feinster Natur, mit viel Wald, Hügeln und romantischen Burgen und Tälern, wie das Höllental. Hier spricht man noch miteinander, man grüsst sich, sogar Fuchs und Hase sagen sich "Gute Nacht".

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Norbert L.

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02. April 2016, 19:50

Der dritte Tag

Der Tag begann wieder 7.​45 Uhr mit der Frühsportgymnastik für alle, da Samstag immer nur ein Instruktor arbeiten muß.
Nach dem Frühstück stand dann eine kurze Wanderung auf dem Programm und danach hat sich Karoline ins Wochenende verabschiedet.
Dr. Tinter hat es sich nicht nehmen lassen, uns vor dem Mittagessen noch einen Vortrag über Ernährung, Motivation, etc. zu halten, der wieder sehr unterhaltsam aber auch interessant war.
Ich habe gelernt, dass eine halbe Stunde Schwimmen 30 g Fett verbrennen kann. Das bedeutet, dass mir nach ca. 250 h im Wasser wahrscheinlich kalt werden würde, weil das Naturneopren nur noch 1-2 cm dick, also hauchdünn ist.

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Norbert L.

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01. April 2016, 22:25

Der zweite Tag

Am Vormittag wurden wir in die technischen Feinheiten des Nordic Walking eingewiesen. Nach kurzer Zeit hat dann die Koordination des Bewegungsablaufs nach der ALFA-Technik (angepasste Schrittlänge, langer Arm, flacher Stockeinsatz, aufrechte Position) schon ganz gut geklappt und wir sind durch den verschneiten Kurpark „gestöckelt“. Aber ich muss sagen, dass es mir Spaß gemacht hat.
Am Nachmittag war dann noch eine Ergometereinheit auf dem Rad angesetzt bei moderater Wattzahl – keine große Herausforderung für den in die Jahre gekommenen Jan Matteo Loschnini – Sprinter-Ritschies zuverlässiger Lokomotive auf den letzten Kilometern vor dem Finale.
Dann habe ich im Hotelpool noch Wenden geübt, eine absolute Notwendigkeit bei nur 13 m Länge. Bad Steben ist nun mal kein Offenbach am Meer mit seinem 50m-Edelstahlbecken, aus dem schon Olympiasieger ausgegossen worden waren. Lang, lang ist´s her .​.​.

PS: Magdeburg-Aue 0:​3
Köpke muss in die DFB-Elf, dann kann Podolski endlich in Rente gehen.

Norbert L.

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01. April 2016, 22:00

Der Untergang des deutschen Handwerks

Die missglückten Landtagswahlen von Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt haben es gezeigt, der Deutsche hat Angst vor dem Untergang unserer Kultur, unserer Werte und auch des guten, alten, deutschen Handwerks.
Es könnte sein, das bald Flüchtlinge die Ausbildungsplätze ergattern, die ansonsten unbesetzt geblieben wären. Es besteht akuter Nachwuchsmangel im Handwerk!
Und was dann? Dann bekommt der altehrwürdige Handwerksmeister vielleicht noch Konkurrenz!
Wer zuerst kommt mahlt zuerst. Nix mehr mit langen Wartelisten, um die verstopfte Spüle repariert zu bekommen oder erst mal alles auseinanderreißen um dann zur nächsten Baustelle zu verschwinden. Eigentlich bietet es sowohl uns als auch dem Handwerksbetrieb doch nur Vorteile, wenn wieder mehr Fachpersonal in das gut strukturierte System aus Meister, Geselle und Lehrbub´ kommt.
Aber woher dann die Angst um das Handwerk?
Ich glaube, ich habe die Antwort auf diesem Plakat (siehe Foto im Anhang) gefunden. Ein Fingerzeig für alle politischen Parteien und Organisationen, ihr Programm zu checken und dem Wähler den Puls zu fühlen!

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Norbert L.

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01. April 2016, 09:13

ABC die Katze lief im Schnee

Heute morgen, ich trau meinen Augen kaum, geschlossene Schneedecke. Auch wenn es nur 3 cm sind, immerhin, so viel Schnee habe ich den letzten Winter nur selten gesehen.
Nikolay, der in Sibirien geborene Instruktor, freut sich. Wenn es so weitergeht, kann er noch mal die geliebten Langlaufski anschnallen.
Die Morgengymnastik bei Karoline zeigt relativ gut den Verfallszustand des Körpers auf. Trotzdem habe ich es wieder in das 3. OG unter die Dusche geschafft, auch wenn kurz Zweifel aufkamen, als ich feststellte, dass der Zimmerschlüssel noch im Keller ist. Ein Hoffnungsschimmer! Jetzt, nach dem Frühstück, fühle ich mich doch wieder eher wie ein Lebender an.

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Norbert L.

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31. März 2016, 19:09

Die Scharia des Dr. Tinter und seiner Vasallen

Aufzug im Hotel benutzen: 10 Liegestütze
Zu spät kommen: je Minute 10 Liegestütze
Bonbon von der Rezeptionstheke essen:
100 Liegstütze und Entfall einer Mahlzeit
Biertrinken bis zur Pupillenstarre: Marathonlauf
Besuch Gasthof Hubertus am Samstagabend (siehe Foto):
Todesstrafe

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31. März 2016, 17:46

Der erste Tag

Heute ging es erstmal gemütlich los mit Wiegen und Walkingtest mit Pulsuhr zur Gruppeneinteilung. Ich bin in der Gruppe Mandy. Nicht ganz zufällig heisst die Instruktorin genauso.
Nach dem Mittagessen, leckere Scholle in homöopathischer Dosis, gab es einen sehr ernsten Vortrag des Kurarztes Dr. Tinter. Kurz zusammengefasst ging es darum, der Bauch(umfang) muss weg und die Blutfettwerte (LDL) runter, am besten unter 100.
Das ist schon mal die halbe Miete für ein langes Leben bei guter Gesundheit. Die andere Hälfte sind die Gene und daher kaum beeinflussbar.
Dann gab es nur noch eine Einweisung in Sauna, Schwimmbad und Kraftraum.
Die Kur wird sich um die drei Begriffe drehen: Bewegung, Ernährung, Entspannung, also genau wie Weihnachten bei den Eltern.
Einziger Unterschied, aber kaum der Rede wert, dass die Bauchdecke kaum Entspannung hatte und 1200 kcal je vollwertiger Mahlzeit (exklusive Getränke, auch der Schnaps nach dem Frühstück zählt extra) also mal vier zu nehmen sind.
Vermutlich liegt genau da der Hase im Pfeffer.

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Norbert L.

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30. März 2016, 17:13

Kurtauglich!

Der Kurarzt war über mein stattliches Gewicht nicht so sehr begeistert und hat es Risikofaktor genannt.
Bauchumfang 1xx cm!​!​! Ich finde es stattlich und mein ehemaliger Chef hatte immer von mir verlangt, in der Firma und außerhalb mehr Gewicht zu erzielen!
Wegen meines erzielten, hohen Gewichtes brauche ich schon mal nicht an der Laufgruppe teilnehmen. Gefahr für die Gelenke wegen des "unebenen Geländes". Aha.
Als Nahziel hat der Arzt 95 kg ausgerufen. Das deckt sich mit meinen Wünschen. Fragt sich nur, wie nah das Ziel ist. Meiner Erfahrung nach, brauche ich bestimmt 2 Monate. Aber lieber langsam als schnell runter und wieder rauf. Das hatten wir schon zu oft.
Dann gab es zum Abschluss einen Zettel mit der Kostform. Ich habe den untersten Wert bekommen: 1200 kcal - hoffentlich pro Mahlzeit!
Daraufhin habe ich erstmal ein Käsebrötchen gegessen, vermutlich das Letzte für eine sehr lange Zeit .​.​.
17:​30 Uhr gibt es eine Einführungsveranstaltung mit den drei InstruktorInnen und danach Abendbrot. Schaun mer mal.

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30. März 2016, 17:04

Anreise

30. März 2016
Heute morgen habe ich noch einmal herzhaft gefrühstückt, noch den nun leeren Kühlschrank sauber gemacht, dann das Auto beladen, das MTB draufgeschnallt und gegen 11 Uhr bin ich los nach Bad Steben. 300 km und 3h45 min später bin ich nach einer verregneten Fahrt in Bad Steben angekommen. Unterwegs habe ich noch am Rasthof Haidt an der A3 einen Erlanger Kollegen getroffen, der gerade auf dem Heimweg vom Urlaub war.
Im relexa Hotel habe ich meinen Schlüssel bekommen, dann ausgeladen und einen Arzttermin gemacht.
Das Zimmer ist ganz gemütlich nur das Bett ist etwas klein - naja wird wohl gehen müssen - im Urlaub hat man auch nicht immer die Wahl. Ich denke da nur an die letztjährige Kaukasusrunde und das "Luxushotel" am Fuße des Ararat.​.​.

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Norbert L.

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